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18.01.2010, 10:34 von truckadmin
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Traumjob Berufskraftfahrer

Traumjob Berufskraftfahrer

Sascha ist Berufskraftfahrer: „Das wollte ich schon immer“, schwärmt er „…bevor ich mir diesen Traum erfüllt habe, habe ich einige Jahre als Lagerarbeiter in einem Großhandel gejobbt… doch mir war die ganze Zeit klar, dass meine wahre Berufung an einem anderen Ort ist: im Fahrerhaus eines LKW.“

Saschas Wecker klingelt morgens um 5:30 Uhr. Denn schon zehn nach sechs steht er an Didis Imbissbude und schlürft seinen Morgenkaffee. „Das muss einfach sein“, lacht er „…nur ein Tag, der mit Didis Kaffee und einem Plausch unter Truckerkollegen anfängt, kann ein guter Tag werden!“

Und dann geht´s auch schon los: zuerst muss Saschas LKW beladen werden. „Ich fahre Papierkram rum.“ So fasst der 32jährige seine Tätigkeit in einem Satz zusammen. „Manchmal ist das Beladen bereits am Abend des Vortages erledigt – je nach dem, wie lang die Tour war – meistens ist das morgens jedoch meine erste Amtshandlung“, erläutert er.

Die Spedition, für die Sascha arbeitet, ist Lieferant für Papier- und Büroartikel. Er hat deshalb einen relativ geregelten Job, einen festen Kundenstamm und ist fast nur regional unterwegs – ein Umstand um den der Großteil seiner Kollegen ihn beneidet: Nachtfahrten, ständig wechselnde Touren durch ganz Europa und damit verbundene regelmäßige Auswärtsübernachtungen gehören bei den Meisten zum Standardprogramm. Aber Sascha sieht das nicht so eng: „Sollte in meiner Firma eines Tages Schluss sein, übernehme ich eben auch solche Aufträge. Egal - Hauptsache ich kann weiter LKW fahren“ meint er schulterzuckend.

Seine Ausbildung hat Sascha über die Einstiegsqualifizierung, „Gütertransportbegleitung“ machen können. Zusätzlich verlangte sein Ausbildungsbetrieb damals eine Befähigung zum Erwerb des Führerscheins für Lastkraftwagen. Diese bekam er durch medizinisch-psychologische Eignungsuntersuchungen sowie einen Sehtest. Während der 3jährigen dualen Ausbildung beschäftigten Sascha eine Reihe interessanter und vielseitiger Themengebiete: von Ladungssicherung, über Fahrzeugtechnik und Tätigkeiten in der Werkstatt, gehörten selbstverständlich auch Unfallverhütungsvorschriften, umweltfreundliches Fahren oder gesetzliche Aspekte - wie Lenk- und Ruhezeiten - zum Lernstoff.

„Leider stellten einige Leute, die mit mir gelernt haben, erst während der Ausbildung fest, dass der Beruf extreme physische und psychische Belastungen mit sich bringt“, erinnert sich Sascha. „Termindruck, stundenlanges Sitzen, eintönige Autobahnfahrten im Fernverkehr und Eigenverantwortung beim Kunden werden von Berufskraftfahrern selbstverständlich verlangt …und all das oft bei schlechter Bezahlung“, fügt er hinzu.

Im Normalfall werden nach der Ausbildung, abhängig von Verantwortlichkeit, Lebensalter und weiteren firmenspezifischen Faktoren tarifliche Grundlöhne gezahlt. Hinzu kommen Sonderzahlungen - wie beispielsweise ein 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen.

Sascha weiß, dass er sich als Berufskraftfahrer nicht in einer beruflichen Sackgasse befindet. Er hat vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten - z.B. über Weiterbildungen zum Gefahrgutfahrer, zum Ausbilder oder Kraftverkehrsmeister. Auch eine berufliche Umorientierung ist nicht ausgeschlossen: z.B. könnte er die Prüfung zum Industriemeister - Fachrichtung Kraftverkehr absolvieren oder den Abschluss als Verkehrsfachwirt bzw. Techniker in der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik anstreben.

Ob Sascha eines Tages eine dieser Möglichkeiten in Angriff nimmt, weiß er momentan noch nicht zu beantworten. Er ist sich aber sicher, dass sein Beruf auf alle Fälle ein Beruf mit Zukunft ist.

 

 Gesetze und weiterführende Links zum Ausbildungsberuf "Berufskraftfahrer/in":

Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz

Verordnung zur Durchführung des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes

Agentur für Arbeit - zum Ausbildungsberuf "Berufskraftfahrer/in"

Trucker4you

Berufswelt Logistik

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05.12.2009, 23:13 von truckadmin | 1016 Aufrufe

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